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Beverstedter Rundschau

Beverstedter Rundschau

Nachstehend finden Sie die  aktuelle Ausgabe der  Beverstedter Rundschau

 

Außerdem sind die Ausgaben der Beverstedter Rundschau auf der Homepage des Gewerbe- und Verschönerungsvereins unter  www.gewerbeverein-beverstedt.de abrufbar.

 

Sofern Sie Interesse an den gesamten Ausgaben haben, wenden Sie sich bitte per Telefon oder E-Mail an  Frau Reents (Telefon: 04747 / 181 - 0).

Niederschlagswassergebühr: Fragen und Antworten

 

Was ist die Niederschlagswassergebühr? Soll ich etwa dafür zahlen, dass es regnet?

 

Nein, natürlich nicht. Bei der Niederschlagswassergebühr geht es im Wesentlichen darum, wie wir mit der wertvollen Ressource Wasser umgehen. Je mehr Regenwasser versickert und auf natürlichem Wege ins Grundwasser und den Wasserkreislauf gelangen kann, desto besser für uns alle.

 

Ich zahle doch schon Wasser- und Abwassergebühren? Zählt Regenwasser nicht dazu?

 

Nein, Schmutzwasser und Niederschlagswasser werden über getrennte Leitungen geführt. Das Niederschlagswasserkanalnetz wurde bisher nicht über Gebühren finanziert sondern über Steuereinnahmen. Bezahlt haben dies also alle Steuerzahler und nicht nur die, die das Niederschlagswasserkanalnetz in Anspruch nehmen. Dies soll nun geändert werden. Der Rat der Gemeinde Beverstedt hat daher in seiner Sitzung am 04.12.2017 beschlossen, eine Niederschlagswassergebühr ab dem 01.01.2020 zu erheben. Dann kommen nur noch diejenigen für das Niederschlagswasserkanalnetz auf, die es auch in Anspruch nehmen.

 

Wofür wird das Geld verwendet?

 

Die Niederschlagswassergebühr ist zweckgebunden und muss daher ausschließlich für Aufwendungen im Rahmen der Niederschlagsentwässerung verwendet werden, d.h. für das Sammeln, Behandeln und die Beseitigung des Niederschlagwassers.

Mit welchen Kosten muss ich in Zukunft rechnen?

Die Höhe der Gebühr richtet sich nach der Größe der be- und überbauten sowie befestigten Flächen Ihres Grundstücks, die an die öffentliche Abwasserbeseitigungsanlage angeschlos-sen sind. Sie wird anfangs geschätzt zwischen 0,20 € und 0,50 €/m² liegen. Beispiel: bei einer überbauten und befestigten Fläche von 300 m² x 0,40 € wären es 120,00 € im Jahr.

 

Was sind bebaute und überbaute Flächen?

 

Bebaute und überbaute Flächen sind Häuser sowie Dach- und Hausüberstände. Dazu gehören Wohnhäuser, gewerblich genutzte Gebäude, landwirtschaftliche Gebäude, öffentliche Gebäu-de, Nebengebäude, Garagen, Carports, Gartenhäuser, Schuppen usw.

 

Was sind befestigte Flächen?

 

Befestigte Flächen sind beispielsweise gepflasterte, asphaltierte, betonierte, versiegelte und verdichtete Flächen. Dazu zählen auch Rasengittersteine, Ökopflaster, Schotterbefestigungen, Zuwegungen, Zufahrten, Vorplätze, Terrassen, Parkplätze, Stellplätze, die direkt oder indirekt an die Kanalisation angeschlossen sind. Hinweis: Rasengittersteine, Ökopflaster, Schotterbe- festigungen o.ä. werden nicht als gebührenmindernd berücksichtigt, da hier erfahrungsgemäß – vor allem bei Starkregen – Regenwasser abgeleitet wird. Außerdem werden diese Flächen nach und nach verdichtet und nehmen zunehmend weniger oder gar kein Regenwasser mehr auf.

 

Was ist eine unmittelbare Einleitung?

 

Von unmittelbarer Einleitung sprechen wir, wenn Niederschlagswasser durch Regenfallrohre, Entwässerungsrinnen sowie Straßen- und Hofeinläufe (Gullys)über ein Leitungsnetz in die öffentliche Abwasserbeseitigungsanlage (Kanalnetz) gelangt.

 

Was ist eine mittelbare Einleitung?

 

Bei einer mittelbaren Einleitung gelangt Regenwasser durch ein Gefälle vom Grundstück, z.B. den Zufahren oberflächig auf die Straße und schließlich über die Straßenabläufe in die öffentliche Abwasserbeseitigungsanlage (Kanalnetz).

 

Was zählt zur öffentlichen Niederschlagswasserbeseitigungsanlage?

 

Dazu zählen die Kanäle, Straßenrinnen und Straßeneinläufe, die Grundstücksanschlusska- näle bis zur Grundstücksgrenze, offene und verrohrte Gräben, auch wenn sie durch Dritte hergestellt wurden sowie Privatleitungen, wenn sie von der Gemeinde unterhalten werden.

sowie alle Pumpwerke. Auch öffentliche Versickerungsmulden und –becken sowie Regen-rückhaltebecken und Rückhaltebehandlungsanlagen gehören dazu.

 

Ist die Niederschlagswassergebühr rechtlich überhaupt zulässig?

 

In § 23 Abs. 2 der Abwasserbeseitigungssatzung der Gemeinde Beverstedt ist geregelt, dass die Gemeinde Beverstedt berechtigt ist, von den Nutzern der öffentlichen Abwasseranlage zur Niederschlagswasserbeseitigung eine Niederschlagswassergebühr zu erheben.

 

Kann ich mich von der Gebühr befreien lassen?

 

Falls Regen komplett auf Ihrem Grundstück versickert, müssen Sie natürlich keine Nieder-schlagswassergebühr bezahlen. In dem Fall müssen Sie aber sicherstellen, dass Regen-wasser auch tatsächlich versickern kann. Falls Sie eine Versickerungsanlage einsetzen, muss sie dem aktuellen Stand der Technik entsprechen (siehe Arbeitsblatt A 138 der DWA –Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.). Zudem muss der Untergrund die schadlose Aufnahme und Ableitung des Oberflächenwassers ermöglichen.


Was kann ich tun, um die Gebühr zu senken?

 

Als Grundstückeigentümer können Sie überlegen, ob und welche Flächen Sie entsiegeln können, damit das Regenwasser ins Grundwasser versickern kann.

 

Welche Vorteile hat eine Entsiegelung?

 

Grundsätzlich gilt: Je mehr Regenwasser versickern kann, desto besser. Die Entsiegelung hat positive ökologische Effekte. Grundwasser kann sich regenerieren, kleine Bäche und Flüsse führen wieder mehr Wasser. Zudem senken wir die Überflutungsgefahr aus der Kanalisation.

Was ist, wenn ich eine Teilfläche an eine Versickerungsanlage angeschlossen habe?

Sind Teile der befestigten Flächen über eine Versickerungsanlage angeschlossen, so wird nur für die Flächen eine Gebühr erhoben, die dann noch in die öffentliche Abwasseranlage entwässern. Die entsprechenden Angaben dazu, welche Flächen in die öffentliche Abwas-seranlage entwässern oder nicht, können im Fragebogen gemacht werden.

 

Wie wird die Niederschlagswassergebühr ermittelt? Was muss ich als Grundstückseigentümer tun?

 

Für die Berechnung der Gebühr ist die Mithilfe der Grundstückseigentümer erforderlich. Auf den übersandten Fragebögen werden bereits alle be- und überbauten sowie befestigten Flächen als Ergebnis aus der durchgeführten Befliegung aufgeführt sein. Die angegebenen Größenangaben sind schon sehr genau. Sie als Grundstückseigentümer erklären nun auf dem Fragebogen, welche dieser Flächen in die öffentliche Abwasseranlage entwässern und auf welchen Flächen das Regenwasser auf dem Grundstück versickert. Die Flächengrößen, die über die öffentliche Abwasseranlage entwässern, werden addiert und bilden die Berech-nungsgrundlage für die Gebühr, indem sie mit dem Gebührensatz je m² multipliziert wird.

 

Muss ich angeben, ob Regenwasser von meinem Grundstück in die öffentliche Niederschlagswasserbeseitigungsanlage gelangt?

 

Ja, in der entsprechenden Satzung wird geregelt, dass jeder Grundstückseigentümer zur Auskunft verpflichtet ist.

 

Was passiert, wenn ich keine Angaben mache?

 

Falls wir nichts von Ihnen hören, müssen wir die Flächen schätzen und werden im Zweifelsfall sämtliche im Fragebogen aufgeführten gebührenrelevanten Flächen addieren und als Berechnungsgrundlage für die Gebührenfestsetzung heranziehen.

 

Ich habe eine Regentonne. Was ist damit?

 

Vorübergehende Einleitungen in Regentonnen durch eine umlegbare Klappe im Fallrohr oder in eine Zisterne mit Überlauf in die öffentliche Abwasserbeseitigungsanlage werden nicht als gebührenmindernd berücksichtigt.

 

Muss für die Ableitung von Regenwasser von öffentlichen Straßenflächen eine Gebühr entrichtet werden?

 

Ja, sämtliche öffentliche Verkehrsträger (Stadt, Land, Bund) werden entsprechend der angeschlossenen Fläche mit ihren Straßen und öffentlichen Flächen (wie ein Privatgrund-stück) an den Kosten der Niederschlagswasserbeseitigung beteiligt.

 

Für weitere Fragen steht Ihnen gerne

Herr Dieter Allers unter Tel. 04747-18120 bzw. allers@gemeinde-beverstedt.de,

Frau Claudia Lühmann unter Tel. 04747-18119 bzw. luehmann@gemeinde-beverstedt.de,

Frau Vanessa Stolle unter Tel. 04747-18118 bzw. stolle@gemeinde-beverstedt.de oder

Frau Irene Somnitz unter Tel. 04747-18155 bzw. somnitz@gemeinde-beverstedt.de

zur Verfügung.